Empfehlungen der AG GMS zur Durchführung eines einheitlichen körperlichen Eignungstests für den feuerwehrtechnischen Dienst


Grundsätzliches

Aufgaben und Anforderungen im Feuerwehrwesen unterliegen einem ständigen Veränderungsprozess. Während die „historische Brandbekämpfung“ zunehmend in den Hintergrund tritt, prägen technische Hilfeleistungen, sowie Rettungsdienst und Krankentransport immer mehr das heutige Bild des feuerwehrtechnischen Dienstes. Das zu erfüllende Leistungsspektrum unterliegt geschlechtsspezifisch keiner Differenzierung und lässt auch zukünftig keine Aufsplittung zu.

Um diesen Anforderungen im Einsatzdienst gewachsen zu sein, muss sich zukünftiges Feuerwehrpersonal einer Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit unterziehen.

Überprüfung von Voraussetzungen

Bundesweit sollte eine Bewerberin / ein Bewerber für den feuerwehrtechnischen Dienst eine gute Kondition mitbringen. Der Begriff Kondition ist wissenschaftlich als die Summe aller leistungsbestimmenden Elemente definiert. Diese motorischen Grundeigenschaften setzen sich aus Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination zusammen. Sie lassen sich nur theoretisch isolieren; in der Praxis des Einsatzdienstes der Feuerwehr kommt es zu Überlappungen der verschiedenen Parameter. So haben diese Eigenschaften z. B. im Rahmen der technischen Hilfeleistung mit hydraulischem Rettungsgerät oder bei der Brandbekämpfung von der Drehleiter eine entscheidende gemeinsame Bedeutung.

Ziel einer Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit sollte es daher nicht sein, technische Fertigkeiten wie Kugelstoßen, Weitsprung oder Tiefstart (100m-Lauf) zu bewerten. Es gilt den körperlichen Eignungstest so aufzubauen und zu strukturieren, dass die konditionellen Parameter mittels sportmotorischen Testverfahren überprüft werden können. Ein Auswahlverfahren muss deshalb neben Kraft- und Schnelligkeitstests auch Testverfahren beinhalten, welche komplexe Bewegungsabläufe wiedergeben.

Werden aus logistischen oder organisatorischen Gründen andere als die hier aufgeführten Tests geplant, so sollte darauf geachtet werden, dass trotzdem alle motorischen Grundeigenschaften überprüft werden.

 

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